„Vatican Longevity Summit“ 2025: Fokus auf gesundes Altern

„Langlebigkeit ist nicht nur eine Frage der Wissenschaft“

26.03.2025

Ehepaar
Glückliches, älteres Paar. (Symbolbild) Copyright by IMAGO / Westend61

Der Vatikan richtete am 24. März eine internationale Konferenz mit dem Titel „Vatican Longevity Summit“ aus, die sich dem Thema Langlebigkeit widmete, wie Vatican News berichtet. Die Veranstaltung fand im Augustinianum in Rom statt und brachte führende Wissenschaftler, Nobelpreisträger und Kirchenvertreter zusammen, um die neuesten Erkenntnisse zur Verlängerung und Verbesserung der Lebenszeit zu diskutieren.

Erzbischof Vincenzo Paglia, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, eröffnete die Konferenz mit den Worten: „Langlebigkeit ist nicht nur eine Frage der Wissenschaft, sondern auch der Gerechtigkeit, Solidarität und kollektiven Verantwortung.“ Er betonte, dass das Altern nicht als bloßer biologischer Prozess verstanden werden dürfe, sondern als Prüfstein der Zivilisation gelte.

Zudem betonte Paglia, dass Altern nicht als bloßer biologischer Prozess verstanden werden dürfe. „Die Art und Weise, wie eine Gesellschaft mit ihren älteren Mitbürgern umgeht, ist ein Spiegel ihrer Zivilisation“, erklärte er. Papst Franziskus habe wiederholt daran erinnert, dass eine Gesellschaft ohne Respekt für ihre Ältesten keine Zukunft habe. Die Wissenschaft müsse daher nicht nur das Leben verlängern, sondern auch dessen Qualität sichern.

Zu den Hauptthemen der Konferenz gehörten außerdem die kognitive Gesundheit, Molekulare Medizin und Zellverjüngung. Der Neurochirurg Giulio Maira stellte die Herausforderungen des Alterns aus neurologischer Perspektive dar und kritisierte, dass die neurologische Forschung lange Zeit geschlechtsspezifische Unterschiede vernachlässigt habe: „Frauen sind häufiger von Alzheimer betroffen als Männer, aber Medikamente wurden jahrzehntelang fast ausschließlich an männlichen Versuchstieren getestet.“

Die Konferenz zeigte eindrücklich: Eine Kultur des Lebens erkennt die Würde des Alters an – und stellt den Menschen, nicht nur seine Lebensspanne, in den Mittelpunkt von Wissenschaft und Gesellschaft.

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