US-Studie: Lebensschutz-Gesetze erhöhen nicht die Müttersterblichkeit
University of North Carolina

US-Forscher der University of North Carolina haben Zweifel an der verbreiteten Annahme geäußert, dass Abtreibungen die Sicherheit von Müttern erhöhen.
In der Fachzeitschrift Medical Research Archives berichten die Wissenschaftler, dass die Müttersterblichkeit nach einer Abtreibung höher sei als nach einer Geburt. Gesetze, die ungeborenes Leben schützen, führten demnach nicht zu einer erhöhten Sterblichkeit von Müttern, wie oft behauptet wird.
Die Studie kritisiert, dass in der bisherigen Debatte oft falsche Schlüsse gezogen wurden, weil Daten unvollständig erfasst oder verzerrt interpretiert wurden.
So sei die Erfassung von Todesfällen nach Abtreibungen lückenhaft, wodurch die tatsächlichen Risiken unterschätzt würden. Vor allem in Ländern mit verlässlichen Gesundheitsdaten wie Finnland sei eine Geburt nachweislich sicherer als eine legale Abtreibung.
Die Forscher weisen auch darauf hin, dass soziale Faktoren wie Armut und damit verbundene Krankheiten eine größere Rolle bei der Müttersterblichkeit spielen, insbesondere bei schwarzen und hispanischen Frauen. Diese Faktoren würden in der Debatte oft zu wenig berücksichtigt.
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