„Eine Abtreibung macht das Trauma der Vergewaltigung nicht ungeschehen"
Lianna Rebolledo Geschichte

Die Mexikanerin Lianna Rebolledo hielt auf dem diesjährigen „Live Action's Young Leaders Summit" eine sehr bewegende Rede. Sie sprach über ihre Vergewaltigung als 12-Jährige, die daraus resultierende Schwangerschaft und wieso sie sich gegen eine Abtreibung entschied.
Bei dem „Live Action's Young Leaders Summit" handelt es sich um ein alljährliches Event, bei dem Menschen zusammenkommen, die sich für Schwangere in Not einsetzen. Die diesjährige Veranstaltung fand am 22. März in Irvine, Kalifornien statt.
Rebolledo widmete sich einem besonders heiklen Thema: Eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung. Sie spricht hier aus Erfahrung, denn mit gerade einmal 12 Jahren wurde sie selbst Opfer einer Vergewaltigung, aus der eine Schwangerschaft hervorging.
In ihrem Vortrag schilderte sie, wie sie – nachdem sie aus Mexiko in die USA eingewandert war – von zwei wildfremden Männern auf der Straße von Los Angeles ins Auto gezerrt und unter Todesängsten brutal vergewaltigt wurde. Erst als die Männer sie für tot hielten, ließen sie endlich von ihr ab. Obwohl sie durch ihren trinkenden Vater bereits Gewalt gewohnt war, war diese Vergewaltigung noch einmal eine ganz andere Dimension, da sie mit einem großen Maß an Demütigung einherging.
„Ich litt unter Alpträumen, mich plagten Schuldgefühle und ich fühlte mich wertlos ", so Rebolledo. „Ich sah keinen Ausweg mehr und wollte mich umbringen.“ Als sie mit einer Überdosis Tabletten ins Krankenhaus eingeliefert wurde, stellte der sie dort behandelnde Arzt fest, dass sie schwanger war, und das bereits in der 13. Woche. Als er das junge Mädchen damit konfrontierte und ihr aufgrund der vorausgegangenen Vergewaltigung zu einer Abtreibung riet, machte sie das stutzig. Sie fragte sich, warum der Arzt einen Schwangerschaftsabbruch als die einzige Lösung ansah, ihr keine sonstige Hilfe anbot und gar nicht in Betracht zog, dass sie trotz der unglücklichen Umstände das Baby zur Welt bringen und auch glücklich mit ihm sein könnte.
Rebolledo erinnert sich: „Ich fragte ihn ‚Wenn ich abtreibe, wird das etwas an meinem Trauma ändern?' Er verneinte. Weiter fragte ich ihn ‚Wenn ich abtreibe, werde ich dann wieder dazu in der Lage sein, rauszugehen, ohne Angst zu haben?' Er sagte wieder ‚Nein'. Dann fragte ich ihn ,Wenn ich abtreibe, macht dies die Vergewaltigung ungeschehen?' Wieder antwortete er mit ‚Nein'." Daraufhin kam Rebolledo zu dem Schluss, dass „wenn ich mit dem Vergewaltigungstrauma nicht klar komme, wie soll ich dann mit der Abtreibung an meinem Kind zurechtkommen, denn schließlich würde diese Abtreibung nichts an der geschehenen Vergewaltigung und dem daraus entstandenen Trauma ändern. Aber letzten Endes kam eine Abtreibung für mich ohnehin nie in Frage; ich hatte mir eigentlich bloß Hilfe von dem Arzt erhofft, welche ich jedoch nicht erhalten habe."
Obwohl der Arzt ihre Entscheidung, das Baby zu behalten, nicht nachvollziehen konnte, blieb die damals gerade einmal Zwölfjährige standhaft: „Es ist mein Baby und niemandes sonst." Es sei ihr Fleisch und Blut. Außerdem fühlte sie sich sehr einsam und sie wusste, dass sie mit einem Baby nicht mehr so allein wäre. Auch stellte sie sich die Frage, wieso sie ihr Baby aufgrund eines Verbrechens abtreiben sollte, für das es selbst doch überhaupt nichts konnte.
Zwar wusste Rebolledo damals noch nicht, wie sie ihr Leben als Teenager mit Kind meistern sollte, doch eins wusste sie genau: „Dieses kleine Wesen sollte ein besseres Leben haben als ich." Als das Baby, ein Mädchen namens Jeanette, dann geboren wurde, war dies ein überwältigendes Gefühl: „Als ich ihr kleines Gesicht sah, wusste ich, dass diese kleine Person das Licht am Ende des Tunnels war, das ich gebraucht hatte, und sie erinnerte mich auch nicht an meine Vergewaltiger. Sie erinnerte mich daran, dass Liebe stärker als jegliche Gewalt ist."
Auch wenn das Leben als alleinerziehende Teenie-Mutter, die zur Schule gehen und diverse Jobs meistern musste, alles andere als einfach war, hat sie ihre Entscheidung, Jeannette nicht abzutreiben, nie bereut. Ihre Tochter ist für sie das größte Geschenk, das sie jemals bekommen hat. Jeanette habe sich sehr gut entwickelt, sei hilfsbereit gewesen und habe selbst Müttern in Not und ihren Babys geholfen. Leider ist sie vor einigen Jahren an einem Gehirntumor mit nur 28 Jahren verstorben.
Trotz dieser Tragödie verlor Rebolledo nicht ihren Lebensmut. „Ich erinnere mich, wie Jeanette zu mir sagte ,Steh auf, zeig Mut und gib nie auf'.“
„Abtreibungen sind ein großes Geschäft, mit denen man viel Geld verdienen kann", lautet ihr Fazit, „doch sie gehören verboten, auch nach einer Vergewaltigung. Wir dürfen nicht die unschuldigen Babys bestrafen - bestraft gehören die Täter."
Heute zählt Lianna Rebolledo zu den bekanntesten Pro-Life-Persönlichkeiten in den USA. Seit 2013 betreibt sie ihre eigene NGO „Loving Life", die sich nicht nur gegen Abtreibungen, sondern auch gegen Gewalt starkmacht.
Helfen Sie Schwangeren in Not und ihren Babys
Täglich stehen Frauen verzweifelt vor der Entscheidung: Abtreibung oder Baby? Stellen Sie sich an die Seite dieser Frauen und helfen Sie ihnen, sich für ihre Babys zu entscheiden.
Mehr zu diesem Thema
-
USA: Abtreibungszentrum von „Planned Parenthood“ in Manhattan schließt
„Ergebnis jahrzehntelanger Gebete“
Weiterlesen über USA: Abtreibungszentrum von „Planned Parenthood“ in Manhattan schließt
-
„Ruhestörung“: Lebensschützer in Ohio bei friedlicher Kundgebung festgenommen
Pro-Life-Aktivist Zack Knotts
Weiterlesen über „Ruhestörung“: Lebensschützer in Ohio bei friedlicher Kundgebung festgenommen
-
Lila Rose: Eine Pro-Life-Stimme gegen 25 Abtreibungs-Aktivisten
Gründerin der Pro-Life-Organisation „Live Action“
Weiterlesen über Lila Rose: Eine Pro-Life-Stimme gegen 25 Abtreibungs-Aktivisten
Hinterlassen Sie Ihre Meinung
Kommentare
Bisher keine Kommentare