Ungarn: Steuerfreiheit für junge Mütter beschlossen

Seit 2010 wurden 200.000 Kinder mehr geboren

17.03.2025

Familie
Mutter, Vater und kleiner Junge kuscheln im Bett. (Symbolbild) Copyright by IMAGO / Westend61

Die ungarische Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán hat letzte Woche Donnerstag ein umfassendes Steuersenkungsprogramm beschlossen, das unter anderem eine Einkommensteuerbefreiung für junge Mütter vorsieht, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Konkret sollen Mütter unter 30 Jahren mit mindestens einem Kind lebenslang von der Einkommensteuer befreit werden. Diese Maßnahme ist Teil eines größeren familienpolitischen Pakets, das die Geburtenrate erhöhen und Eltern finanziell entlasten soll (1000plus News berichtete).

Die Befreiung gilt für Mütter, die vor dem 30. Lebensjahr ihr erstes Kind bekommen. Betroffene Mütter sparen dadurch insgesamt rund 40 Milliarden Forint (ca. 100 Millionen Euro) an Steuerlast. Für Mütter mit zwei oder drei Kindern gelten sogar zusätzliche Steuererleichterungen, die ab 2026 schrittweise eingeführt werden. 

Die Regierung verfolgt damit ein familienzentriertes Wirtschaftsmodell, das Eltern mit Kindern finanziell mit kinderlosen Haushalten gleichstellen soll. Orbán betonte, dass die Sicherheit der Mütter - insbesondere durch ein stabiles Einkommen - entscheidend sei, um die Geburtenrate zu erhöhen. Die ungarische Familienpolitik habe seit 2010 bereits dazu beigetragen, dass rund 200.000 Kinder mehr geboren wurden.

Parallel zur Steuerbefreiung plant die Regierung auch, das Kindergeld zu erhöhen, wie die Weltwoche berichtete.

 

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