Nobelpreisträger kritisiert die Geringschätzung von Familie
Ökonom James Heckman

ZÜRICH - Der Wirtschaftsnobelpreisträger James Heckman hat die Vernachlässigung der Familie als tragende Säule der Gesellschaft kritisiert.
„Weltweit befindet sich die Familie als Institution im Niedergang. Und diese Entwicklung steht am Ursprung ganz vieler sozialer Probleme. Besonders wenn eine Familie stark fragmentiert ist, fehlt es an der elterlichen Zuwendung für die Kinder“, sagte der Ökonom der Neuen Zürcher Zeitung.
Die mütterliche Betreuung sei zu einem knappen und teuren gut geworden. Zwar sei es eine Errungenschaft, dass Frauen in den Arbeitsmarkt integriert worden seien.
„Dass es aber auch zu den Aufgaben der Familie gehört, unsere zukünftigen Generationen heranzuziehen, ist plötzlich in den Hintergrund gerückt. Diese Arbeit erhält keine Wertschätzung mehr“, so der Ökonom.
Heute fehle es Kindern oft nicht nur an Geld, sondern „an einer intakten Familie und einem Umfeld, das ihre Talente fördert“, mahnte der 80 Jahre alte Heckman. Studien zeigten: „Kinder, die im Alter von drei bis vier Jahren mehr Zuwendung erhalten, meistern ihr späteres Leben deutlich erfolgreicher.“
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