Philosoph Josef Seifert kritisiert aktuelle Hirntod-Definition und Organentnahme scharf

Seele mache das Wesen des Menschen aus

25.10.2024

Organtransplantation
Organentnahme (Symbolbild) Copyright by IMAGO / epd

Josef Seifert, Philosoph und ehemaliger Rektor der Internationalen Akademie für Philosophie, äusserte starke Bedenken zur gängigen medizinischen Definition des Hirntods. Bei einem Vortrag im katholischen Forum St. Georg betonte er, dass die Seele das Wesen des Menschen ausmache und sich nicht auf Hirnfunktionen reduzieren lasse, wie die katholische Nachrichtenagentur CNA Deutsch.

Seifert warnte davor, die Hirntod-Diagnose als ausreichendes Kriterium für den Tod des Menschen zu betrachten, da der Körper viele Funktionen weiterhin eigenständig aufrechterhalte: „Viele Verteidiger des Hirntod-Konzepts erkennen das an und sagen: ja, sie leben schon noch. Natürlich, ihr Herz schlägt noch, ihre Lungenfunktion besteht noch.“

Seifert sehe die Ursprünge des Hirntod-Konzepts in pragmatischen Motiven, die 1968 durch einen Bericht der Harvard Medical School etabliert wurden, um die Organentnahme zu erleichtern. 

Kritisch äusserte er sich zum sogenannten Apnoe-Test, der das selbstständige Atmen prüfen soll. „Um zu sehen, ob er tot ist, töte ich ihn“, erklärte er provokativ und bezeichnete diesen Test als unethisch. Die Praxis riskiere das Leben des Patienten und verstosse gegen grundlegende medizinische Ethik.

Er betonte, dass Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen auf die Existenz einer immateriellen Seele hinwiesen und die Menschlichkeit des Einzelnen über körperliche Prozesse hinausginge. Seifert mahnte, dass die Organentnahme bei Hirntoten aus moralischer und philosophischer Sicht überdacht werden müsse und verurteilte die Praxis als Verstoss gegen den hippokratischen Eid.

Ausserdem sagte er wörtlich: „Die Medizin hört auf, Medizin zu sein, wenn sie nicht für die ihr anvertrauten Güter sorgt“, betonte Seifert und wies darauf hin, dass Eingriffe wie Abtreibungen zur Gesundheitswiederherstellung der Mutter mit der göttlichen Beziehung zum Menschen unvereinbar seien (1000plus-News berichtete).

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