Slowakei lehnt geplantes EU-Recht auf Abtreibung in Grundrechten ab

„Die slowakische Pro-Life-Bewegung ist stark“

14.11.2024

Slowakei
Slowakische Flagge und EU-Flagge Copyright by IMAGO / Panthermedia

Bratislava -  Das slowakische Parlament lehnte am 5. November die Aufnahme eines „Recht auf Abtreibung“ in die EU-Grundrechtecharta entschieden ab. Damit signalisiert die Slowakei klaren Widerstand gegen eine stärkere Etablierung von Abtreibungsrechten auf europäischer Ebene, wie kath.net berichtet. Das EU-Parlament befürwortete im April 2024 die Aufnahme des Abtreibungsrechts in die EU-Grundrechtecharta, was jedoch die einstimmige Zustimmung aller Mitgliedstaaten erfordern würde.

Die polnische Pro-Life-Vertreterin Ewa Kowalewska, Vorsitzende von Human Life International Polska, äußerte ihre Unterstützung für die Entscheidung: „Die slowakische Pro-Life-Bewegung ist stark. Allerdings gibt es Druck seitens des Europäischen Parlaments und der Vereinten Nationen, ebenso wie auf Polen.“ Sie warnte vor den langfristigen Folgen einer lockeren Abtreibungspolitik, insbesondere in Zeiten einer europäischen demografischen Krise.

Ende September versammelten sich etwa 40.000 Menschen in der slowakischen Stadt Košice, um am „nationalen Marsch für das Leben“ teilzunehmen (1000plusNews berichtete). Die Demonstranten, darunter zahlreiche junge Familien, traten für den Schutz des Lebens vom Moment der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein.

Kowalewska sieht in den USA ein ermutigendes Beispiel, wo sich immer mehr junge Menschen gegen linke Abtreibungspolitik wenden. Sie verweist dabei auf die Unterstützung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump für den Lebensschutz und betont die Notwendigkeit, auch in Europa Hoffnung zu bewahren.

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