Thailändische Frauen in Georgien zur Eizellenproduktion versklavt

„Menschliche Eizellenfarmen“

25.02.2025

Spritzen, Nadeln und Ampullen von IVF-Behandlungen
Spritzen, Nadeln und Ampullen von IVF-Behandlungen. (Symbolbild) Copyright by IMAGO / TT

In Georgien wurden rund 100 thailändische Frauen von chinesischen Menschenhändlern in so genannten „menschlichen Eizellenfarmen“ für In-vitro-Fertilisationen (IVF) versklavt, wie der Blick berichtet.

IVF ist eine Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei werden Eizellen einer Frau außerhalb des Körpers, also „im Reagenzglas“ (lateinisch: in vitro), mit Spermien befruchtet. Die entstandenen Embryonen werden anschließend in die Gebärmutter eingesetzt.

Unter dem Vorwand, als Leihmütter für kinderlose Paare zu arbeiten, wurden die thailändischen Frauen mit Jobangeboten nach Georgien gelockt. Ihnen wurde ein hohes Einkommen und die Übernahme aller Reisekosten versprochen. Bei ihrer Ankunft wurden den Frauen die Pässe abgenommen und sie wurden in vier großen Häusern gefangen gehalten.

Den Frauen wurden Hormone verabreicht, um ihre Eierstöcke zu stimulieren, und sie mussten sich monatlich Eizellen entnehmen lassen. Diese Eizellen wurden dann illegal verkauft und für künstliche Befruchtungen in anderen Ländern verwendet.

Die Frauen seien wie „Vieh“ behandelt worden und hätten keine Chance gehabt, ohne ein Lösegeld von bis zu 70.000 Baht (ca. 1.800 Euro) frei zu kommen, berichtete The Nation.

Bekannt wurde der Fall, nachdem eine Frau fliehen konnte und die thailändische Pavena-Stiftung für Kinder und Frauen informierte. Diese Stiftung leitete zusammen mit Interpol Rettungsaktionen ein, die bisher zur Befreiung von drei Frauen führten. Die Ermittlungen dauern weiter an, solange sich noch Frauen in Gefangenschaft befinden.

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